Das Kulturradio des rbb behandelte als Tagesthema am 30.03.2015 die Frage, ob wir ein zentrales Mahnmal für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft brauchen. Es diskutierten Florian Mausbach, Präsident des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung a.D. und Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. Der Diskussion live zugeschaltet war der Bundestagsabgeordnete Dr. Philipp Lengsfeld. Er sprach der Initiative der UOKG e.V. seine volle Unterstützung im anstehenden parlamentarischen Prozess aus und hob hervor, dass ein nationaler Gedenkort die logische Konsequenz aus dem gesamtgesellschaftlichen Konsens über den Unrechtsstaat der DDR sei.

 

Roland Jahn unterstrich die Notwendigkeit, dass mit dem Mahnmal ein deutliches Signal in die Welt ausgehen müsse, an dem sich die Gesellschaft notfalls auch reibt. Florian Mausbach betonte die Wichtigkeit, mit dem Mahnmal ein eindringliches, überzeugensdes Zeichen in den öffentlichen Raum zu setzten, das nicht nur Künstler, sondern auch die breite Öffentlichkeit überzeugt. (Bild: Dr. Philipp Lengsfeld, MdB und Gerald Praschl, Chefredakteur der SUPERillu bei der Diskussion am 25. März 2015)

 

Thorsten Hilscher berichtete am 27.03.2015 für die B.Z. über die Gedenkstätten-Pläne der Opferverbände. Er konstatiert: Ausgerechnet in der Hauptstadt der Denkmäler Berlin fehle ein zentraler Gedenkort für die Opfer kommunistischer Gewalt. Doch jetzt komme Bewegung in die Debatte. Architektur-Studenten haben erste Entwürfe gefertigt und im Herbst befasse sich der Bundestag mit dem Thema. Den vollständigen Artikel finden Sie hier. (Bild: Möglicher Standort, der Spreebogenpark)

 

Unter dem Titel „Denkmal für Opfer der DDR: Architekturstudenten stellen Entwürfe für Mahnmal vor“ berichtet Luisa Jacobs vom Der Tagesspiegel über die Diskussion der studentischen Entwürfe am 25. März, 18 Uhr, in der Konrad-Adenauer-Stiftung. Die Ideen der Studenten seien so vielfältig wie die Vorstellungen der Betroffenen selbst. Dennoch stellt sie die Frage, ob bei der starken Denkmalsmüdigkeit der Gesellschaft, Trabi-Fahrten und Currywurst im Zweifel nicht doch besser ankämen als ein neues Denkmal in Berlins Mitte. Den vollständigen Artikel finden sie hier.

Dokumentation Gedenken und Mahnen, 21.11.2014: Malte Lehming von Der Tagesspiegel  fragt sich, warum es in der Welthauptstadt des Gedenkens noch immer kein zentrales Mahnmal für die Opfer des Kommunismus gibt. Es gebe keinen in der Politik, der das Anliegen der Opferverbände offensiv vertrete. Man freut sich über den Mauerfall vor 25 Jahren – und vergisst die Vergangenheit“, so Lehming. Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

 

Ein fehlendes Mahnmal für die Opfer des Kommunismus in Berlin verhilft Kommunisten an die Macht.

Ehemalige Opfer des Kommunismus rufen gemeinsam mit der Europäischen Plattform für Europäische Erinnerung und Gewissen die deutsche Regierung und das Parlament dazu auf, ein solches Mahnmal zu errichten.

 

Berlin / Prague, 9 December 2014. The rise of former Communists back to power in the German federal state of Thuringia can be linked to the insufficient reflection of the Communist past in Germany. In 25 years since 1989, Germany has not created a central memorial to the victims of Communism. A call to the Bundestag for its establishment in Berlin, launched by former political prisoners and victims of Communism and co-signed by the Platform of European Memory and Conscience, has not received any response so far.