Die Initiative Mahnmal der UOKG e.V. hat in dieser Woche an den Deutschen Bundestag die erste von vier Postkarten versandt, in denen sie die Bundestagsabgeordneten auffordert, sich mit einem Entschließungsantrag für die Errichtung eines zentralen Mahnmals für die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft einzusetzen.

 

Auf der Postkarte heißt es: „Helfen Sie den Opfern – unterstützen Sie einen Entschließungsantrag (…) und folgen Sie damit dem Beispiel vieler anderer europäischer Staaten.“

 

 

Die Postkarten-Serie erzählt die Lebensgeschichte von drei Verfolgten der kommunistischen Diktatur in Deutschland: Horst Schüler, Elke Schlegel und Matthias Storck. Bis heute ist das Leben vieler ehemalig politischVerfolgter tief gezeichnet durch die ideologisch legitimierte staatliche Willkür: Tod, Folter, seelische Verformung durch Unterdrückung der Selbstbestimmung, Kindesentzug und Stasi-Zersetzung prägen tausende Biografien, und das nicht nur im Osten unseres Landes. Bereits seit einigen Jahren setzt sich die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) für die Errichtung eines zentralen Mahnmals in Berlin ein, das symbolisch an alle Opfer der kommunistischen Diktatur in Deutschland erinnern soll.

 

 

Nationale Denkmäler für die Opfer der kommunistischen Regime existieren bereits in Prag, Sofia, Vilnius und Budapest. Tallinn und sogar Moskau haben sie beschlossen. In Berlin hat jedoch auch 25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung niemand die Absicht, ein zentrales Mahnmal zu errichten. Oder doch?

 

Wir wollen unsere demokratischen Volksvertreter auf die Schicksale aufmerksam machen und stellen diese entscheidende Frage in einer der Pressevorstellung folgenden Podiumsdiskussion am

 

Donnerstag, den 1. Oktober 2015, 12-14 Uhr

Deutsche Gesellschaft e.V., Mosse Palais, Voßstr. 22, 10117 Berlin-Mitte

 

Ihre Teilnahme haben angekündigt:

Stephan Hilsberg: Parlamentarischer Staatssekretär a.D., Mitglied der Initiative Mahnmal

Dr. Hubertus Knabe: Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Kai Wegner: Mitglied des Deutschen Bundestages, Vorsitzender der Landesgruppe Berlin in der CDU/CSU-Fraktion