Vom 21. bis 22. November 2014 ließen sich Studierende der TU Darmstadt Fachgebiet Entwerfen und Freiraumplanung, von der Erinnerungslandschaft Berlins inspirieren, um Ideen für die Gestaltung eines zentralen Mahnmals für die Opfer des Kommunismus zu sammeln. Auf dem Programm standen die zentralen Denkmäler für die Opfer des Nationalsozialismus, aber auch die Gedenkstätten Bernauer Straße und Berlin-Hohenschönhausen. Im Anschluss an die Denkmalstour fand ein Zeitzeugengespräch mit den Mitgliedern des Arbeitskreises Mahnmal statt. Die Ergebnisse werden Anfang Februar 2015 im Darmstadt vorgestellt!

 

   

 

Am 22. November fand in den Räumen der ehemaligen Stasi-Zentrale ein Zeitzeugengespräch mit Anita Goßler statt, ehemalige politische Gefangene und langjähriges Mitglied im Vorstand der UOKG und der Initiative Mahnmal. Hier hatten die Studierenden noch einmal die Gelegenheit, Fragen zu stellen und nachzufühlen, wie es war, in einer Diktatur zu leben.

 

Zwischen der TU Darmstadt, Fachgebiet Entwerfen und Freiraumplanung, und der Initiativgruppe Mahnmal der UOKG ist ein Kooperationsprojekt im Rahmen eines Masterseminars im Wintersemester 2014/15 entstanden. Etwa 20 künftige Architekten*innen werden sich in dem Seminar von Dr. Constanze Petrow "Unrecht erinnern - Entwürfe für das vorerst letzte Denkmal in der Mitte Berlins" mit einem möglichen Denkmalsentwurf beschäftigen. Neben der historischen Auseinandersetzung mit der DDR und den bisherigen Denkmalsdebatten steht auch die Frage, wer denn überhaupt Opfer in der DDR gewesen ist.  Höhepunkt des Seminars war eine Exkursion nach Berlin, um auch mögliche Orte für das zentrale Mahnmal ins Visier nehmen.

 

Vollgepackt mit Ideen, werden sich die Studierenden ans Werk machen. Bei der Umsetzung des Denkmalentwurfs sollen die Mittel freigestellt werden, um ihnen Freiraum bei der Gestaltung zu lassen: "ob landschaftsarchitektonisch, architektonisch, skulptural, medial etc. – alles ist möglich, sofern die Gestaltung geeignet ist, dass sich die Menschen, an deren Schicksal erinnert werden soll, mit diesem Ort identifizieren und sich zugleich auch jene, die die DDR nicht selbst erlebt haben, angesprochen fühlen" (Dr. Constanze Petrow).