Bei den Gedenkstätten in Berlin fehlt etwas. Es wird oft und viel an Opfer gedacht weil sie ermordet wurden, weil sie gelitten haben, weil sie ungerecht behandelt wurden, weil keiner sonst an sie denkt.

 

Die Leiden der Opfer sind aus politischen und/oder ideologischen Gründen geschehen. In Deutschland werden Gedenken und Erinnern sehr wichtig genommen. Deshalb dürfen wir möglichst keine Opfer vergessen, das würde ihr Leiden erneut aufbrechen lassen.

 

Es gibt ungezählte Opfer des Kommunismus – es sind Millionen – eine Dimension, die unvorstellbar ist. Jedes Opfer bedeutet ein eigenes Schicksal. Es gibt noch keine Stätte, an der sie erinnern und gleichzeitig mahnen können, dass wir verantwortlich dafür sind, dass sich ihr Leiden nicht wiederholen darf.

 

Die deutschen Vertriebenen, ihre Kinder und Kindeskinder, sind millionenfach zu unschuldigen Opfern von Krieg, Rache und Gewalt geworden. Durch Zwangsarbeit, Verfolgung und Enteignung wurden sie persönlich für Krieg und deutschen Rassenwahn in kollektive Haftung genommen. Ihr Leid soll uns an Gewalt im Namen des Kommunismus erinnern und Mahnung sein, dass wir unsere Freiheit und Demokratie in Deutschland erhalten und verantworten müssen.

 

Deshalb gehört ein Mahnmal zum Gedenken an die Opfer des Kommunismus in die deutsche Hauptstadt Berlin. Dafür setze ich mich ehrenamtlich ein.

 

Sibylle Dreher, Frauenverband im BdV e.V.