Es ist mir wichtig, dass eine Stätte zum Gedenken und Trauern geschaffen wird, denn mein Vater ist ohne Verurteilung in Sachsenhausen umgekommen. Seit seiner Verhaftung Anfang Februar 1945 hatten wir 5 Jahre lang kein Lebenszeichen von ihm und erst 1950 - nach Auflösung des Lagers - berichteten Überlebende meiner Mutter über sein Leben und Sterben. Es war grausam, so lange nicht zu wissen, was ihm angetan wurde.

 

Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Lager Sachsenhausen 1945 - 1950 e.V. setze ich mich seit Jahren dafür ein, dass der Toten des Speziallagers Nr. 7/Nr. 1 (offiziell werden 12.000 Opfer genannt) in würdiger Form gedacht wird. Auf Tafeln sollen ihre Namen wiedergegeben werden, damit sie dem Vergessen entrissen werden.

 

 

Mariagne Pense, Schriftführerin der Arbeitsgemeinschaft Lager Sachsenhausen 1945-1950 e.V.